Meine Söhne

Mika kam im November 1999 als Sonntagskind zur Welt ☺ Er war ganz winzig und leicht – kaum zu glauben dass er heute bedeutend größer ist als ich.

Inzwischen ist er 18 Jahre alt, besucht die 11. Klasse des Gymnasiums. Dort will er nun sein Abitur machen und dann Mathe & Politik auf Lehramt studieren. 

Er hat sich bislang im Kindergarten und auch bei mir als Praktikant versucht, findet wickeln aber doof und möchte nun doch lieber mit älteren Kindern arbeiten. Sein Praktikum an einer Grundschule lag ihm mehr.
Ich finde das super, er hat definitiv das Talent dazu. Er liebt die Tageskinder und spielt, wenn es die Zeit zulässt, mit ihnen und kümmert sich liebevoll.

Ehemalige Kinder übernimmt er gern als Babysitter bei Bedarf und auch wenn hier mal Not am Mann ist, springt er bereitwillig (und in Absprache mit den jeweiligen Eltern) ein.
Er hat ein Baysitterdiplom absolviert und freut sich immer über Anfragen.

Natürlich steht er total auf Fußball, liebt Hannover96 und verbringt seine Wochenenden auch gerne mal als Zuschauer im Stadion. Im Zocken und chillen ist er Weltmeister, wobei chillen nicht gleich chillen ist – soviel habe ich schon gelernt ;) Er ist ein typischer Pubertist – oder wie der Autor Jan Weiler sagen würden: „Ein Pubertier“ ☺

Ich bekam Mika im Alter von 17 Jahren, als absolutes Wunschkind und bin stolz darauf, einen so großen Sohn an meiner Seite zu haben!

 

 

Lucas kam im April 2001, einen Tag nach Ostern zur Welt. Er war ein Kaiserschnittkind und völlig geschockt vom abrupten Auszug aus seiner gemütlichen Behausung ;)

Mit Lucas war und ist es nicht so einfach, wir sind inzwischen Profis auf dem Gebiet des Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndroms – kurz ADHS und kennen sämtliche Therapeuten des SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum) beim Vornamen.

Aber ich finde, es könnte wesentlich schlimmer sein und so habe ich gelernt mich mit der Situation zu arrangieren und offen darüber zu sprechen. 

"Anders Denken Hören Sehen" wurde mein Leitsatz und mit dem festen Glauben daran, das es einen Grund dafür gibt, das Lucas so ist und das gerade ich ihn bekommen habe, meistern wir seit der Diagnose im Jahr 2007 jeden Tag aufs Neue.

Lucas ist inzwischen 16,5 Jahre alt, besucht die 10. Klasse der Realschule und möchte im Sommer 2018 aufs Gymnasium wechseln und später was mit IT machen.

Er steht natürlich auch auf Fußball und geht mit seinem Bruder zusammen ins Stadion.
Ausserdem liebt er Wrestling und wünscht sich sehnlichst, einmal zuzuschauen bei den „Großen“ im WWE. Lucas ist unfassbar musikalisch und konnte singen bevor er gesprochen hat. Anfangs im Kinderchor der Kirche, dann in der Musikschule und mit 6 Jahren ging es dann, per Empfehlung seiner Musikschullehrerin, zum Knabenchor Hannover. Dort sang er bis Januar 2014, dann schlug der Stimmbruch zu und Lucas wartete ziemlich genau zwei Jahre auf eine singfähige, quietschfreie Stimme.
Im Chor hat er dennoch nicht wieder angefangen.

Er kann, genau wie sein Bruder, wunderbar zocken, skypen und chillen, aber er trifft sich auch gerne mit Freunden oder seiner Freundin,  düst mit dem Rad durch die Gegend, interessiert sich für die Natur und liebt sämtliche Dokumentationen auf N-TV. Er ist ein kleiner Saurierexperte und studiert gerne sämtliche Namen, Größen und Merkmale ein.
Schule findet er eher anstrengend und nervig, will den Weg des Abis aber dennoch gehen.

Die Tageskinder akzeptiert er, ab und zu nutzt er die Chance durch die Kleinen mal wieder mit Duplo zu spielen oder übers Sofa zu toben, ansonsten will er mit ihnen aber, im Gegensatz zu seinem Bruder, nicht soviel zu tun haben ;) Auch das ist total ok.

Ich bekam Lucas mit 18 Jahren, drei Wochen vor meinem 19. Geburtstag. Auch er war ein Wunschkind und ich bin stolz, ihn bei mir zu haben. Auch er ist inzwischen deutlich größer als ich ;)