Konzeption Kindertagespflege

Das Konzept der Kindertagespflege Monas mini-Monster steht auch zum Download als pdf-Datei bereit.

Ich habe dieses im Rahmen meiner Grundqualifizierung zur Kindertagespflegeperson, im Oktober 2013 geschrieben und in der Aufbauqualifizierung im März 2016 überarbeitet und professionalisiert.

1. Vorwort

1.1 Vorwort zur Kindertagespflege

Kindertagespflege ist ein wichtiger, flexibler Baustein zur Entlastung der Eltern und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sie ermöglicht den Eltern eine flexible Art der Kinderbetreuung und eine individuelle Lösung. Aufgrund der familiären Atmosphäre und dem kleinen Betreuungsrahmen, ist diese Art der Betreuung besonders für Kinder unter drei Jahren geeignet und auch für Kinder, die eher die kleine Gruppe brauchen und sich in Großtagespflegestellen evtl. unwohl fühlen würden. Die Kindertagespflege gewinnt durch den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr, sowie der Gleichstellung zu Krippe und Kindergarten, immer mehr an Bedeutung. Die Kindertagespflegepersonen sind qualifiziert und im Besitz einer Pflegeerlaubnis. Sie arbeiten mit dem Jugendamt zusammen, sowie nach dem jeweiligen Bildungsplan ihres Bundeslandes.

1.2 Merkmale der Kindertagespflege

  • Bis zu fünf Kinder im Alter von acht Wochen bis maximal vier Jahre. (Grundsätzlich kann Kindertagespflege bis zum 12. Lebensjahr gefördert werden.)
  • Guter Betreuungsschlüssel von eins zu fünf.
  • Qualifizierte, geprüfte Tagespflegeperson
  • Unterstützung durch Jugendamt/ KiTaB bei Problemen.
  • Individuelle Eingewöhnungszeit
  • Geregelter Tagesablauf
  • Altersgerechte Förderung
  • Entlastung der Eltern
  • Bedarfsorientierte Betreuung
  • Bedürfnisorientierte Betreuung

2. Tagespflegestelle

2.1 Zur Kindertagespflegeperson

Mein Name ist Ramona Böttcher, ich bin 34 Jahre alt und zweifache, alleinerziehende Mutter. Meine Söhne sind 15 und 16 Jahre alt und besuchen die 8. und 10. Klasse der Realschule. Ich verfüge über die nötige Erfahrung, bin flexibel und gelassen im Umgang mit Kindern. Meine stets wachsende Erfahrung in der Betreuung beläuft sich auf ca. 20 Jahre.

Einen Kurs zur Existenzgründung habe ich erfolgreich vom 31.7.2013 bis 13.08.2013 im BNW Gründercenter absolviert.

Vom 09.09.2013 bis 31.03.2014 absolvierte ich den Qualifizierungsgrundkurs.

Seit dem 03.09.2015 besuche ich den Aufbaukurs für Kindertagespflegepersonen. Diesen werde ich voraussichtlich am 23.08.2016 beenden.

Alle zwei Jahre nehme ich an einem Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder teil. Sämtliche absolvierte Fort- und Weiterbildungen sind auf meiner Homepage einsehbar.

2.2. Lage und Größe der Tagespflegestelle

Die Kindertagespflege liegt inmitten der Oststadt, Grenze zur List. Direkt in der Nähe gibt es unzählige Spielplätze, die Fußgängerzone Lister Meile, sowie die Eilenriede. Erreichbar mit Bus und Bahn, sowie gut und schnell mit dem Auto. Die Parkplatzsituation ist nicht gegeben, ein kurzes Halten in der zweiten Reihe beim Bringen und Holen aber durchaus möglich.

Die Wohnung umfasst ca. 100m², wovon die Tagespflegekinder ca. 70m² nutzen können.

Hinter dem Haus befindet sich ein ca. 100m² großer Garten mit selbst gestaltetem Kinderspielplatz.

2.3. Ausstattung der Tagespflegestelle

Die Tagespflegestelle verfügt über einen Buggy, sowie einen 6-Sitzer Winther Kinderbus. Alle Wagen sind mit Babysitz, Kuscheldecken sowie Regen – und Sonnenschutz ausgestattet.

Bällebad, Planschbecken, Sandkasten, Kletterturm, Wippe, Schaukel, Rody-Hopsepferde, Bobby Cars, Puky Wutsch-Rutscheräder, Laufräder. Bücher, Puzzle, erste Spiele, Fädelspiele, Bälle, Bausteine, Holzeisenbahn, Motorikschleife, Motorikwürfel, Little People, Schleich-Tiere, Handpuppen, Stofftiere, Brummkreisel, Puppenbuggys, Puppen, Plüschtiere, Krabbeltunnel, Spielzelte, div. Babyspielzeug wie Rasseln, Türme, Steckwürfel, Babyspieltrapez.

Krippentisch, sowie drei Krippenstühle mit Armlehne und zwei Krippenstühle ohne Armlehne. Hochstühle, Babywippe.

Zwei Autositze der Gruppe 9-18 Kg. Zwei Autositze der Gruppe 15-36 Kg. Maxi Cosi bis 9 Kg.

Krippenbank mit Schuhfächern, Garderobe und persönlichem Fach für jedes Kind. Elterninformationen, Speiseplan etc.

2.4. Räume

Die Tagespflegestelle umfasst das Wohnzimmer mit großem Spielbereich als Hauptraum, die Küche, das Badezimmer, sowie ca. 10 Meter Flur. Im Schlafzimmer hat jedes Kind sein eigenes Bett.

Gegessen wird im Wohnzimmer, an Krippentisch und Krippenstühlen im seperaten Bereich.

Alle Räume sind kindersicher und kindgerecht eingerichtet, Blumen sind gesichert, Regale an den Wänden verschraubt.

Der Gartenteich ist umzäunt, die Treppen haben ein Schutzgitter.

2.5 Reinigung

Die Tagespflegestelle wird durch mich gereinigt. Küche und Badezimmer werden täglich geputzt, die Fußböden bei grober Verschmutzung täglich gewischt. Gesaugt wird ebenfalls täglich, immer nach Feierabend, damit am Folgetag für die Kinder wieder alles startklar ist.
Eine Grundreinigung aller Räume findet jeden Freitag statt.

3. Kosten der Unterbringung

Die Kosten für die Betreuung richten sich nach den benötigten Stunden sowie nach dem Einkommen der Eltern. Eine Förderung durch das Familien Service Büro ist generell möglich. Anträge dazu müssen drei Wochen vor Betreuungsstart gestellt werden, dieses machen wir immer gemeinsam. Bei nicht rechtzeitig gestelltem Antrag müssen die Eltern privat für die Kosten aufkommen. Dies wird beim Erstgespräch mitgeteilt

4. Öffnungs- und Schließzeiten

Die Kindertagespflegestelle „Monas mini-Monster“ macht Urlaub. Generell geschlossen ist zwischen Weihnachten und Neujahr sowie alle gesetzlichen Feiertage und ggf. Brückentage. Im Sommer bleibt die Kindertagespflegestelle grundsätzlich geöffnet, alle weiteren Schließtage verteile ich über das Jahr. Insgesamt sind es 25 Tage plus max. 5 Tage für Fortbildungen. Die Schließzeiten werden spätestens im Oktober für das Folgejahr festgelegt und schriftlich mitgeteilt.

Die Betreuung der Kinder findet täglich zwischen 06.00 Uhr und 18.00 Uhr statt. Zwischen 12.45 Uhr und 15.00 Uhr ist eine Abholung nicht möglich, da dort Mittagsruhe ist. Die Kinder müssen entweder vorher oder hinterher abgeholt werden. Ausnahmen sind nur im Notfall und nach vorheriger und rechtzeitiger Absprache möglich.

Die Betreuungszeiten werden mit den Eltern gestaltet, ab 10 Stunden täglich bedarf es einem Arbeitsnachweis. Schichtdienst-Eltern sind kein Problem, genauso wenig wie bestimmte Berufsgruppen oder Nationalitäten. Eine Betreuung über Nacht ist generell möglich, solange keine Überbelegung mit den Kindern stattfindet, die tagsüber hier sind. Abweichende Betreuungszeiten (vor 6.00 Uhr und nach 18.00 Uhr) nur nach Absprache und verfügbarer Kapazität.

Alle Kinder müssen bis 9.00 Uhr anwesend sein, danach starten wir gemeinsam in den Tag. Daher ist ein späteres Bringen oder nachbringen zum Spielplatz ausgeschlossen.

5. Ziele

5.1 Was will ich fördern

Mein Hauptanliegen ist es, den Kindern eine geschützte und liebevolle Umgebung zu bieten. Eine Umgebung in der sie sich sicher fühlen, sich entfalten und behaupten können. Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein finde ich sehr wichtig und unterstütze dies bestmöglich. Besonders kleine Kinder brauchen emotionale Sicherheit, eine liebevolle Bezugsperson und einen geregelten Tagesablauf. Für Kinder ist es wichtig zu wissen, das die Eltern es immer wieder abholen. Grunderfahrungen, die die Kinder bei mir sammeln, sind wichtig für die Bindung zu anderen Menschen. Ich lege Wert auf Individualität und schaue bei jedem Kind genau hin. Was braucht es, wo kann ich helfen und wo muss ich handeln?
Von den Eltern erwarte ich stets Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Sei es beim Bringen, damit wir gemeinsam starten können, oder beim Abholen, denn schon kleine Kinder haben eine innere Uhr und warten auf ihre Eltern.

5.2. Meine Ziele

Ich möchte Sicherheit, Geborgenheit, Liebe und Vertrauen geben. Das Fördern der Selbstständigkeit nach dem Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“. Die Persönlichkeitsentwicklung fördern, Sozialverhalten lernen, Körperbewusstsein erfahren. Das gemeinsame Miteinander, Lösungen bei Streit, Trösten anderer Kinder durch die Kinder und durch mich gemeinsam. Zusammenarbeit mit den Eltern, Einigung bei der Erziehung ihres Kindes, Wertvermittlung, Gesunde Ernährung und Körperpflege, eigenständiges Essen, Sprachentwicklung fördern. Altersbezogene Ermunterung im Freispiel aber auch Anleiten zum Basteln, Malen. Ich möchte den Kindern ein höchstmögliches Maß an Geborgenheit und Sicherheit vermitteln, aber auch eine professionelle, individuelle und bedürfnisorientierte Betreuung anbieten. Dazu bilde ich mich stets fort.

5.3. Allgemeine Zielformulierungen der Eltern

Die Eltern wünschen sich eine gute, zuverlässige, ehrliche, sichere und liebevolle Unterbringung ihrer Kinder. Eine vertrauensvolle Basis und Beziehung, sowie Hilfestellung bei Problemen oder Fragen. Verständnis bei außergewöhnlichen Ereignissen und Unterstützung in Erziehungsfragen. Ein transparenter Einblick in die Kindertagespflegestelle und eine gute Beziehung zur Tagespflegeperson.

5.4 Zielvorstellung eines Kindes

Die jeweiligen Vorstellungen sind abhängig vom Alter. Jedes Kind braucht andere Dinge um sich zu entfalten, eben je nach Altern aber gewisse Grundbedürfnisse sind immer gleich:

  • Zeit
  • Lob und Anerkennung
  • Zuwendung
  • Liebe
  • Sicherheit
  • Geborgenheit
  • Unterstützung
  • Gesundes Essen
  • Kindgerechte Räume
  • Entfaltungsmöglichkeiten
  • Verständnis
  • Ruhe
  • Vertrauen
  • Bewegung
  • Spiele
  • Grenzen
  • Regeln
  • Vorbilder
  • Freiheit
  • Freiraum
  • u.s.w.

5.5 Mein pädagogisches Profil

Ich orientiere mich am niedersächsischen Bildungsplan und versuche Bereiche wie z.B. Wahrnehmung, Emotionale Entwicklung, Sprache, Religion und Lebenspraktische Kompetenzen in meine Arbeit mit einzubinden.

Jedes Kind betrachte ich als individuelles Ganzes und berücksichtige die Lebensbedingungen der jeweiligen Familie. Die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern ist mir sehr wichtig, da wir eng zusammen arbeiten und stets im Austausch sein müssen, um die bestmögliche Betreuung für das Kind erreichen zu können.

Bei jedem Kind schaue ich genau hin wo es gerade steht in seiner Entwicklung und hole es genau dort ab.

Mein Schwerpunkt liegt im Kreativen Bereich, sowie im sprachlichen. Ganzjähriges Basteln gehört für mich dazu, besonders natürlich zu Anlässen wie Ostern oder Weihnachten. Ich biete viel angeleitetes Basteln an, gebe Hilfestellung, lasse die Kinder aber grundsätzlich wählen welches Angebot sie wahrnehmen möchten. Dabei achte ich darauf, dass wir möglichst viele verschiedene Materialen mit einbeziehen.

Zur sprachlichen Förderung verwende ich Bilderbücher die ich aufgrund des Interesses des jeweiligen Kindes auswähle. Zusätzlich kommt täglich mein Vater zum Vorlesen vorbei. Dies gehört inzwischen zum festen Tagesablauf und wird von allen Kindern begeistert aufgenommen.

Die christlichen Feste werden bei uns in besonderem Maße gefeiert. So werden z.B. Lieder im Morgenkreis auf den jeweiligen Anlass abgestimmt und Bücher zum Thema angeschaut und vorgelesen. Wir beten nicht, haben aber diverse Tischsprüche vor dem Essen. Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, besuchen wir ab und an den Krabbelgottesdienst in der Kirche. Mir liegen diese Feste sehr am Herzen und dieses Gefühl möchte ich auch meinen Tagespflegekindern mit auf den Weg geben.

6. Die Betreuungsgruppe

Die Gruppe besteht aus fünf Kindern welche altersentsprechend aufeinander abgestimmt werden. Auch zeitlich sollten die Kinder zusammen passen, sowie nach Möglichkeit eine gute Mischung an Jungen und Mädchen aufweisen. Das Kind orientiert sich an den Strukturen des Alltags und lernt gemeinsam mit anderen Kindern die Regeln in der Gruppe. Es lernt seine eigenen Grenzen zu entwickeln, lernt von den Spielkameraden, die ein wichtiger Bestandteil für das Kind werden. Erste Freundschaften werden geschlossen.
Rücksicht, teilen, warten aber auch sich behaupten und durchsetzen sind wichtige Punkte die entscheidend für die Entwicklung sind.

6.1. Angebote und Beschäftigungen

Bei „Monas mini-Monster“ werden die Kinder nicht einfach nur geparkt, sondern liebevoll versorgt. Ich biete wöchentlich wechselnd neue Angebote an, die ich dem Alter der Kinder, sowie der Jahreszeit anpasse. So machen wir z.B. Nudelketten, Kastanienketten oder kleben Laubbäume aus gesammelten Blättern. Wir malen, basteln für Muttertag oder Weihnachten, sowie für nach Möglichkeit für besondere familiäre Anlässe. Wir nehmen Handabdrücke und drucken diese auf Stoffbeutel, Waschlappen oder Leinwände. Auch Abschiedsgeschenke für gehende Kinder gestalten wir stets gemeinsam. Ein Jahreshighlight sind unsere Jahreskalender, die wir in wochenlanger Arbeit herstellen.

Freispiel ist mir genauso wichtig wie angeleitete Beschäftigung. Gern beobachte die Kinder dabei und notiere mir lustige oder wichtige Dinge. Neue Entwicklungsschritte berichte ich umgehend den Eltern und bei Kindern die ihre ersten Schritte bei mir machen, versuche ich dies fotografisch oder per kurzem Video für die Eltern festzuhalten.

Ausflüge sind für die Kleinsten nicht unbedingt notwendig, gehören für mich aber dazu. Wir besuchen regelmäßig den Zoo, sowie das Sealife. Wir sind viel in der Eilenriede unterwegs, besonders im Herbst, um allerlei zu sammeln. Spielplatzbesuche sind mehrfach die Woche an der Tagesordnung, sowie das Treffen mit anderen Tagesmüttern oder den Krippenkindern aus der Nachbarschaft. Ich versuche unseren Alltag strukturiert, aber mit Abwechslung zu gestalten.

6.2. Gedanken zur Tagesgestaltung

Ich fange den Tag grundsätzlich mit einem Frühstück an. Gemeinsames Essen ist für mich sehr wichtig, ausserdem gibt es immer wieder Kinder, die mit leerem Magen am Morgen hier ankommen. So haben alle Kinder eine Grundlage bevor wir mit dem täglichen Morgenkreis in den Tag starten. Wir gehen auch gemeinsam zum Einkaufen. Für die Kinder ist es oft sehr spannend die große Auswahl zu sehen und diese dann stolz dann Hause zu tragen. Das Mittagessen bereite ich oftmals unter den neugierigen Blicken der Kleinen vor. Wir decken gemeinsam den Tisch, singen etwas und essen zusammen. Bei besonderen Gelegenheiten wie Geburtstag, Weihnachten etc. schmücken wir zusammen und selbstverständlich lernen die Kinder bei mir auch das Aufräumen. Dazu gibt es ein gut sortiertes Spielzeugregal mit farbigen Kisten.

Wenn Zeit bleibt, werden Kinder zur Abholzeit mit einem Lied verabschiedet.

6.3. Eingewöhnungszeit

Jedes Kind braucht eine andere Zeit, um sich von den Eltern zu lösen, von daher verfahre ich da nicht nach einem bestimmten Schema, sondern schaue genau hin. Sobald die Eltern zum Erstgespräch da waren und man sich für eine Betreuung entschieden hat, startet das Kennenlernen. Ein Elternteil nimmt mit dem Kind an unserem Tagesablauf teil. Dieser wird an wenigen Tagen reduziert angeboten um das neue Kind nicht zu überfordern aber dennoch zu locken. Nach etwa drei Tagen starten wir einen ersten Trennungsversuch und es wird geschaut wie wir dann am Besten weiter verfahren. Ich orientiere mich hierbei am Berliner Eingewöhnungsmodell mit dem ich bislang sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
Meine Erfahrung ist allerdings auch, dass ein zu langes Bleiben der Eltern den Ablöseprozess für das Kind schwieriger macht.

Manchmal brauchen auch die Eltern eine Eingewöhnungszeit. Dank dem Handyzeitalter und meiner Bitte, sich Whatsapp zu installieren, geht die Kommunikation, ohne Wissen des Kindes viel einfacher. Besorgte Eltern bekommen Kurzinfos oder Fotos zugeschickt, denn entspannte Eltern sorgen für entspannte Kinder.

Einzuplanen sind in jedem Fall zwei bis drei Wochen.

7. Tagesablauf

7.1 Exemplarischer Tagesablauf

Alle Zeitangaben sind Richtwerte und abhängig vom aktuellen Tagesgeschehen, der Gruppensituation, den geplanten Aktionen sowie den Witterungsverhältnissen und den Bedürfnissen der Kinder.

07.00 Uhr bis 08.30 Uhr Bringzeit.
In dieser Zeit ist Freispiel, ich bereite das Frühstück vor.
08.30 Uhr bis 09.00 Uhr Frühstück
09.00 Uhr bis 09.15 Uhr Morgenkreis mit gemeinsamen Liedern

Waschen, Wickeln und wetterentsprechendes Anziehen. Wenn kein Dauerregen herrscht, sind wir täglich draußen und wenn es nur im Garten ist.

09.15 Uhr bis 11.30 Uhr Spazieren, Spielplatz, Einkaufen fürs Mittagessen.
Bei schlechtem Wetter ein Angebot meinerseits.
11.30 Uhr bis 12.00 Uhr Freispiel oder Beteiligung beim Essen kochen.
12.00 Uhr bis 12.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen

Waschen, Wickeln und Zähneputzen.
Kinder, die jetzt abgeholt werden, verabschieden, aufräumen.

12.45 Uhr bis 15.00 Uhr Mittagsruhe - keine Abholung in dieser Zeit!
15.00 Uhr bis 15.30 Uhr Nachmittagssnack

Waschen, Wickeln

15.30 Uhr bis Feierabend Freispiel oder spontanes Angebot, Abholung. Den Nachmittag gestalte ich immer variabel, abhängig davon, wie viele Kinder noch da sind.

Je nach vereinbarter Betreuungszeit gilt am Nachmittag ein gleitender Betrieb.

Sind wir draußen im Garten, finden die Eltern eine entsprechende Mitteilung an der Haustür vor und können mich über mein Handy anklingeln, um rein gelassen zu werden.

7.2 Ernährung

Ich koche täglich selbst und frisch. Ich lege großen Wert auf einen abwechslungsreichen Speiseplan der viel Obst und Gemüse beinhaltet.

7.3. Frühstück

Das Frühstück wird in Buffetform gereicht und besteht aus Vollkornprodukten, belegt mit Käse oder Wurst. Manchmal gibt es auch Nutella, aber das ist eher eine Besonderheit für Geburtstage.
Frisches Obst, Rohkost, sowie Joghurt/Quark reiche ich ebenfalls. Das Frühstück wird morgens frisch zubereitet und gewährleistet, das alle Kinder das gleiche bekommen. Aus Erfahrung kann in meiner Tagespflegestelle kein Essen mitgebracht werden, da dies nur zu Neid und Tränen bei den Kindern führt. Daher biete ich das Frühstück als Zusatzleistung für alle an.

7.4. Mittagessen

Das Mittagessen besteht aus frischem Gemüse, Nudeln, Kartoffeln oder Reis. Ausserdem gibt es Auflauf, Ofengerichte, Milchspeisen oder süsses Mittagessen. Je nach Essen und Bedarf reiche ich dazu noch einen kleinen Nachtisch.

7.5. Ruhezeiten

Die Ruhezeiten sind strikt einzuhalten, denn besonders jüngere Kinder brauchen zwingend eine Auszeit am Mittag. Von 12.45 Uhr bis 15.00 Uhr findet daher keine Abholung statt. Nur in besonderen Ausnahmefällen und mit Absprache ist eine Abholung in dieser Zeit möglich. Damit alle Kinder auch wirklich zur Ruhe kommen, ist die Klingel in dieser Zeit abgestellt.
Bei jüngeren Kindern unter einem Jahr ist ein Vormittagsschlaf manchmal noch notwendig. Dieser findet generell bei Bedarf statt. Mal im Kinderwagen draußen oder in der Freispielzeit der Kinder.
Wenn es für die Kinder wichtig ist, können Schnuller, Schnuffeltuch und Kuscheltier gerne mitgebracht werden. Auch etwas vertrautes von daheim hilft dem Kind in der Anfangszeit. Das gibt ein Stück Sicherheit.
Jedes Kind hat sein eigenes Bett mit Decke, Kissen und Laken an einem festen Platz. Alle Kinder schlafen zur gleichen Zeit gemeinsam in einem Raum.

8.Ziele und Formen der Zusammenarbeit

Mein Ziel ist es, den Kindern ein stabiles Umfeld zu bieten. Eine altersentsprechende Förderung, sowie eine liebevolle Betreuung. Ich bemühe mich um Offenheit, Reflexion und Akzeptanz.
Informationen, Speiseplan und Urlaubsplan hängen über der Garderobe im Kinderbereich.

Information für einzelne Eltern werden beim Bringen oder Holen besprochen oder per Brief mitgeteilt.

Elterngespräche finden nach Möglichkeit regelmäßig, nach individueller Absprache mit den Eltern statt. Ich bin generell für Fragen offen, wenn es sich zwischen «Tür und Angel» besprechen lässt. Ansonsten gibt es auch die Möglichkeit, am Abend zu telefonieren. Mir ist ein guter freundschaftlicher Kontakt zu den Eltern sehr wichtig, brauche aber auch mal meine Zeit zum abschalten. Ihr dürft mir auch nach Feierabend oder am Wochenende jederzeit schreiben, aber es kann dann vorkommen das ich nicht direkt reagiere. Bei wichtigen Dingen die nicht warten können, bin ich natürlich jederzeit erreichbar. Krankmeldungen sind problemlos über eine Kurznachricht möglich.

9.Besonderes

9.1 Schlafparty

Bei „Monas mini-Monster“ gibt es ca. zwei- bis dreimal im Jahr eine Schlafparty, zu der alle Kinder, die fest eingewöhnt sind, hier regelmäßig schlafen, sowie mindestens drei Monate in der Betreuung sind, eingeladen werden.

Meist findet diese Schlafparty an einem Freitag statt und beginnt spätestens um 17.30 Uhr. Je nach Jahreszeit gibt es dann noch ein kleines Angebot, wie z.B. Grillen, Essen im Garten, Höhlen bauen, Laterne gehen, Stockbrot backen. „Länger“ aufbleiben gehört natürlich auch dazu. Gemeinsames waschen, wickeln, Zähne putzen und bettfertig machen, sowie Vorlesen in gemütlicher Atmosphäre in meinem Bett oder auf dem Sofa gehören zum Programm. Nachdem alle Kinder schlafen, bekommen alle Eltern eine Nachricht und meine Nacht beginnt ebenfalls.

Wenn es Probleme in der Nacht gibt, rufe ich die Eltern an und lasse die Kinder notfalls abholen. Ich bespreche im Vorfeld immer mit den Eltern ob es den Kindern zuzutrauen ist woanders zu übernachten. Manche kennen das schon, für andere wiederum ist es das erste Mal.

Nach dem Aufstehen werden alle Kinder gewaschen, angezogen und frisch gewickelt. Dann bereiten wir gemeinsam das Frühstück und den Tisch vor. Nach dem gemeinsamen Essen können die Kinder noch bis 9.45 Uhr spielen. Dann wird aufgeräumt und um 10 Uhr werden die Kinder von ihren Eltern wieder abgeholt.

Die Schlafpartys sind kostenlos.

9.2. Sommerfest

Einmal jährlich findet ein Sommerfest statt zu dem alle aktuellen Kinder mit Eltern und Geschwistern eingeladen sind. Außerdem werden dort auch alle ehemaligen Kinder und Eltern eingeladen. So entsteht eine bunte Truppe und ein reger Austausch im Garten.
Wir können grillen und jede Familie bringt etwas für unser Buffet mit.

9.3. Laternenfest

Im Herbst basteln wir Laternen und wollen diese natürlich auch ausführen. Entweder mache ich das selbst in Verbindung mit einer Schlafparty oder aber wir feiern gemeinsam mit den Eltern ein kleines Laternenfest. Möglich ist auch, sich der Kirchengemeinde anzuschließen und am dortigen Laternenumzug teilzunehmen.

9.4 Ausflüge

Mir sind Ausflüge mit den Kindern sehr wichtig. Es stärkt das Gruppengefühl und macht zudem eine Menge Spaß. Grundsätzlich biete ich aber nur Ausflüge an, die ich alleine mit den Kindern bewältigen kann. Wir sind eh immer viel draussen unterwegs und nehmen größere Ausflüge dann als besonderen Anlass. So besuchen wir einmal im Jahr als Highlight den Zoo. Dort verbringen wir den ganzen Tag und die Kinder werden erst am späten Nachmittag bei mir abgeholt.

9.5 Zusatzleistungen

Für alle Familien deren Kinder in meiner Tagespflegestelle betreut werden gibt es die Möglichkeit einer Übernacht-Betreuung. Für 15€ kann das Kind theoretisch jederzeit die Nacht hier verbringen. Eine rechtzeitige Anfrage ist unbedingt notwendig. Es gibt keine Garantie darauf dass jeder Termin möglich ist.

10. Abschied

Der Abschied eines jeden Kindes wird rechtzeitig besprochen und geplant. Das Kind wird anhand von Büchern und Gesprächen auf den Kindergarten vorbereitet. Gemeinsam mit allen Kindern wird ein Abschiedsgeschenk erstellt, das das Kind an seine Zeit bei «Mona´s mini-Monster» erinnert, meistens eine Leinwand mit bunten Handabdrücken und Fotos aller Kinder, sowie eine Foto-CD aus der kompletten Zeit bei uns.
Der Abschied wird bei uns mit lustiger Musik und Kuchen gefeiert. Eltern denen es möglich ist, kommen zur Abholzeit dazu und feiern noch eine halbe Stunde etwa mit uns. Danach geht das zukünftige Kindergartenkind als erstes aus der Tagespflegestelle.

Da ich immer eine sehr innige Bindung zu den Kindern aufbaue, ist es für mich und auch für das Kind nach dem Abschied sehr wichtig, sich eine Weile nicht zu sehen. Nach einer gewissen Abstandszeit von ca. 8 Wochen ist das Kind aber wieder herzlich willkommen und darf jederzeit uns jederzeit besuchen kommen.
Ich freue mich immer über weiter bestehenden Kontakt und eine fortlaufende Bindung zu dem Kind.

Für mich wäre es sehr wichtig, von jeder Familie am Ende der Betreuungszeit, eine ehrliche Referenz zu erhalten.

11. Schlusswort

Ich freue mich auf eine gute und aktive Zusammenarbeit, sowie über Anregungen, Lob und Kritik der Eltern. Bei Problemen bitte ich darum, mich direkt anzusprechen. Wer das nicht möchte darf sich auch gerne an die KiTaB wenden.